Vorschau

Prominent? Andy Warhols «Goethe»
und andere Berühmtheiten

In Kooperation mit Triennale Grenchen
19. August - 28. Oktober 2018
Das Streben nach den sprichwörtlichen 15 Minuten Ruhm hat im Mobiltelefonmit Fotofunktion und im Selfiestick praktische Erfüllungsgehilfen gefunden. Das Porträt als alte Gattung der Kunst erlebt damit einen überraschenden Boom und eine ungeahnte Popularisierung. In Kooperation mit der Triennale Grenchen und ausgehend von Andy Warhols «Goethe» (1981) aus der Sammlung des Kunsthauses Grenchen zeigt die Ausstellung Porträts seit den 1960er Jahren. Fragen nach dem Verhältnis von Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung werden genauso Thema sein wie nach der Funktion von öffentlichen und privaten Bildnissen. Unter anderem mit druckgraphischen Werken von Franz Gertsch, Urs Lüthi, Markus Raetz, Annelies Štrba und einem Video von Pipilotti Rist.
Anton Bruhin, Die Gitarre und das Meer, 1977, Cabinet d’arts graphiques des Musées d’art et d’histoire, Genève
Anton Bruhin, Die Gitarre und das Meer, 1977, Cabinet d’arts graphiques des Musées d’art et d’histoire, Genève
Vernissage

19. August 2018 | 11.30 Uhr

Von Menschen und Dingen

100 Jahre Schweizerische Graphische Gesellschaft (SGG)
In Kooperation mit dem Kunstmuseum Olten
19. August - 28. Oktober 2018
Das Kunsthaus Grenchen ist 2016 als Mitglied in die Schweizerische Graphische Gesellschaft aufgenommen worden. 1918 zum Zweck der Förderung zeitgenössischer, vornehmlich schweizerischer Originalgraphik gegründet, feiert die Gesellschaft ihr 100-jähriges Jubiläum mit Ausstellungen in verschiedenen Häusern ihrer Mitglieder und einer Publikation. Unter anderem mit Werken von Anton Bruhin, Katharina Fritsch, Alex Hanimann, Christian Marclay, Mai Thu Perret und Rosemarie Trockel.
Patricia Bucher, Ohne Titel, 2016
Patricia Bucher, Ohne Titel, 2016
Vernissage

24. November 2018 | 16.30 Uhr

Patricia Bucher – don’t answer the door

Kelims, Reliefs und Arbeiten auf Papier
25. November 2018 - 17. Februar 2019
Patricia Bucher (*1976) befasst sich mit der Entwicklung einer formalen Bildsprache, deren Grundbestandteile Formen mit elementarem Charaktersind. Oft greift sie dafür auf bestehende Schriftsysteme, Symbole, Zeichen oder Piktogramme zurück, die sie verändert, abwandelt oder neu zusammensetzt. Daraus entsteht eine Formensprache, die gleichzeitig abstrakt und gegenständlich, gleichzeitig modern und archaisch ist. Zu grösseren Kompositionen zusammengefügt und schliesslich in Aquarellen, Webteppichen, Wandmalereien oder Holzreliefs umgesetzt, suggerieren die Werke eine Inhaltlichkeit, die allerdings nicht eindeutig lesbar ist. Auf diese Weiseregen die Werke die Fantasie an und evozieren eine Vielzahl an Geschichten, die sowohl auf eine mythische Vergangenheit als auch auf zeitgenössische Aktualität verweisen könnten. Die Ausstellung im Neubau versammelt neueste Arbeiten in einer raumspezifischen Präsentation.
Theodor Bally, Personnages, 1968, Aargauer Kunsthaus Aarau/Depositum der Theodor Bally-Stiftung
Theodor Bally, Personnages, 1968, Aargauer Kunsthaus Aarau/Depositum der Theodor Bally-Stiftung
Vernissage

24. November 2018 | 16.30 Uhr

Theodor Bally – Schwerpunkt Variation: Das Erproben der reinen Form

Gemälde, Reliefs, Arbeiten auf Papier und Skulpturen25. November 2018 - 17. Februar 2019
Der Solothurner Theodor Bally (1896–1975) ist ein Künstler aus dem Umfeld der konkreten Kunst, den es neu zu entdecken gilt. In die Familie der berühmten Schuhfabrikanten Bally geboren und finanziell unabhängig, entwickelte er sein Werk stets abseits des Ausstellungsbetriebs. Dies ist einer der Gründe, weshalb sein Schaffen, trotz seiner künstlerischen Eigenständigkeit bisher keine nachhaltige Wirkung erzielte. Bally beschäftigt sich seit den 1910er Jahren intensiv mit Kunst, wird unter anderem Schüler von Cuno Amiet, lässt aber ab 1935 die gegenständliche Malerei gänzlich hinter sich, um sich ausschliesslich mit Volumen, Fläche, Licht und Schatten zu beschäftigen. Er entwickelt ein Vokabular aus den Grundelementen Stab, Rechteck und Kreissegment, die er unter verschiedenartigen Gesichtspunkten, zumeist mittels fototechnischer Verfahren zu stets neuen, sich subtil entfaltenden Variationsreihen fügt. Die Ausstellung in der Villa Girard führt Ballys Schaffen anhand einer Auswahl von Gemälden, Reliefs, Arbeiten auf Papier und Skulpturen vor Augen. Es ist dies die erste grössere Präsentation seit den 1980er Jahren.

20m2 – Fenster ins Atelier von Lina Müller

25. November 2018 - 17. Februar 2019
In der Ausstellungsreihe «20m2 – Fenster ins Atelier von…» bietet das Kunsthaus Grenchen jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn eine Plattform zur Präsentation eines oder mehrerer Werke. Die Ausstellungen werden jeweils parallel zu den Hauptausstellungen im Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard präsentiert. Lina Müller (*1981), im Solothurnischen Jura aufgewachsen, begibt sich in ihren Malereien und Zeichnungen in traumartige und teils surreal anmutende Gefilde. In ihrer Ausstellung zeigt sie eine Auswahl ihrer jüngst während eines Atelierstipendiums in New York entstandenen Arbeiten.