Thomas Woodtli – Bühne frei fürs Museum

Thomas Woodtlis (*1956) Projekt bildet den Abschluss der dreiteiligen Interventions-Reihe zum Jubiläum des Kunsthaus-Erweiterungsbaus. Durch seinen Eingriff verwandeln die drei grossen Glasscheiben das Foyer des Kunsthauses vermeintlich in eine Bühne. Die auf den Fenstern angebrachten Folien zeigen eine Collage mit Bildern von genormten Frachtcontainern und verdecken so teilweise die Sicht in den Innenraum des Kunsthauses – den Schauplatz für die Kunst. Vom Bahnhof Grenchen Süd gesehen, fällt der Blick in leere Container. Durch präzis gewählte Massstäblichkeit und perfekt konstruierte Perspektive entsteht der Eindruck, man könne sie betreten. Ein raffiniertes Spiel von Täuschung und Durchblick.