Vorschau
Maria Magdalena Z’Graggen, «#1151118 Forerunner #one (The Shed Paintings)», 2018, Öl auf Holztafel, 56,5 x 84,5 cm, Foto: Serge Hasenböhler © Maria Magdalena Z’Graggen
Maria Magdalena Z’Graggen, «#1151118 Forerunner #one (The Shed Paintings)», 2018, Öl auf Holztafel, 56,5 x 84,5 cm, Foto: Serge Hasenböhler © Maria Magdalena Z’Graggen

Eröffnung: Samstag, 11. Juni 2022, 16.30 Uhr

Maria Magdalena Z’Graggen – Un affare di famiglia

12. Juni - 25. September 2022
Maria Magdalena Z’Graggen (*1958, lebt und arbeitet in Basel) ist eine der konsequentesten Malerinnen in der Schweiz. In ihrer Arbeit lotet sie die Möglichkeiten der Farbe als Malstoff wie auch als Licht und Atmosphäre mit Beharrlichkeit, Poesie und grosser Sensibilität aus. Indem sie Farbe auf unterschiedlichste Bildträger aufträgt sowie zu kleinen Skulpturen formt, betont sie das Archaische und Handwerkliche der Arbeit mit Farbe. Als Bildträger verwendet die Künstlerin meist Holztafeln, die sie mit altmeisterlicher Präzision grundiert und auf die sie eine erste Farbschicht legt. Die Farbe wird anschliessend mit dem Spachtel aufgetragen – eine Technik, die zu höchster Konzentration auf den Malakt zwingt. Es entstehen Bilder, in denen das Gegenständliche und das Abstrakte verschmelzen. Die Farben sind dabei Form und Inhalt zugleich. Die Gemälde verweisen nicht auf Gegebenheiten ausserhalb ihrer selbst – denn das Bild selbst ist das Ereignis. Mit diesem Zugang zur Erforschung der Materialität und der Wirkung von Farbe leistet Maria Magdalena Z’Graggen einen wichtigen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst in der Schweiz. In der Ausstellung im Erweiterungsbau zeigt Maria Magdalena Z’Graggen eigens für die Ausstellung entstandene Gemälde sowie erstmals die «Zurli» – eine Reihe von Skulpturen.

Mit grosszügiger Unterstützung von:





Marie-Thérèse Vacossin, «I Structure 12 en rouge», 1986, Serigrafie auf Papier, 50 x 50 cm, Sammlung Kunsthaus Grenchen © Marie-Thérèse Vascossin, Kunsthaus Grenchen
Marie-Thérèse Vacossin, «I Structure 12 en rouge», 1986, Serigrafie auf Papier, 50 x 50 cm, Sammlung Kunsthaus Grenchen © Marie-Thérèse Vascossin, Kunsthaus Grenchen

Eröffnung: Samstag, 11. Juni 2022, 16.30 Uhr

Form, Farbe, Schrift - Konkrete Kunst der Sammlung Liliane Beck-Barbezat (Teil I)

12. Juni - 25. September 2022
Während ihrer fast 30 Jahre andauernden künstlerischen und beruflichen Tätigkeit im Umfeld des Baslers Ateliers Fanal trug Liliane Beck-Barbezat (1932-2019) eine vielfältige und umfangreiche Sammlung der konstruktiv-konkreten Kunst des späten 20. Jahrhunderts zuammen. Die Zusammenstellung ist Zeuge ihrer engen Zusammenarbeit mit der Mitbegründerin des Ateliers, Marie-Thérèse Vacossin, und weiteren Mitstreiter*innen in der hauseigenen Druckwerkstatt für Serigrafie. Die Sammlung, die 2014 als Schenkung ans Kunsthaus Grenchen gelangte und nun zum ersten Mal ausgestellt wird, schöpft aus einem eindrucksvollen Reservoir von national und international etablierten Positionen. Im ersten Teil der Sammlungspräsentation bilden Form, Farbe und Schrift einen inhaltlichen Schwerpunkt. Unter anderem über Serien von Gottfried Honegger, Aurélie Nemours und Waldo Balart nähert sich die Ausstellung den Grundthemen der konkreten Kunst an. Die funktionelle Ausrichtung der konkreten Kunst und deren Nähe zur Grafik wird wiederum anhand der Arbeiten von Karl Gerstner, Nelly Rudin und Yoshikawa Shizuko erörtert. Damit decken die mehrheitlich in den 1980er und 90er Jahren entstandenen Werke eine grosse Bandbreite des konkreten künstlerischen Schaffens ab.
Jean-Luc Manz, «Une promenade de ce côté no 1», 2020, Acryl auf Leinwand, 95x76cm, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Bern, fk13032, Photo: Julien Gremaud © Jean-Luc Manz
Jean-Luc Manz, «Une promenade de ce côté no 1», 2020, Acryl auf Leinwand, 95x76cm, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Bern, fk13032, Photo: Julien Gremaud © Jean-Luc Manz

Eröffnungstag: Samstag, 26. November 2022

Jean-Luc Manz – Une promenade de ce côté

26. November 2022 - 05. Februar 2023

Das Werk von Jean-Luc Manz (*1952, lebt und arbeitet in Lausanne) ist dem weiten Feld der geometrischen Abstraktion zuzuordnen – ohne sich jedoch auf eine rein selbstbezügliche Malerei zu beschränken. Der Künstler verbindet vielmehr Geometrie, Primärfarben und ihre leisen Abweichungen zu zwar radikal einfachen Konstellationen, die jedoch auch figürliche und sogar narrative Elemente enthalten und sehr verspielt sein können. Es fasziniert dabei, dass Manz’ Umgang mit der Sprache der Abstraktion weder die Emotion noch die Neuinterpretation existierender Formen ausschliesst und dadurch die Betrachter*innen immer wieder mit Poesie und dezentem Witz zu überraschen vermag. Kombiniert mit einzelnen älteren Werken zeigt Jean-Luc Manz im Erweiterungsbau eine neue Serie von Gemälden.

Marie-Thérèse Vacossin, «I Structure 12 en rouge», 1986, Serigrafie auf Papier, 50 x 50 cm, Sammlung Kunsthaus Grenchen © Marie-Thérèse Vascossin, Kunsthaus Grenchen
Marie-Thérèse Vacossin, «I Structure 12 en rouge», 1986, Serigrafie auf Papier, 50 x 50 cm, Sammlung Kunsthaus Grenchen © Marie-Thérèse Vascossin, Kunsthaus Grenchen

Eröffnungstag: Samstag, 26. November 2022

Konkrete Kunst der Sammlung Liliane Beck-Barbezat (Teil II)

26. November 2022 - 05. Februar 2023
Während ihrer fast 30 Jahre andauernden künstlerischen und beruflichen Tätigkeit im Umfeld des Baslers Ateliers Fanal trug Liliane Beck-Barbezat (1932-2019) eine vielfältige und umfangreiche Sammlung der konstruktiv-konkreten Kunst des späten 20. Jahrhunderts zusammen. Die Zusammenstellung ist Zeuge ihrer engen Zusammenarbeit mit der Mitbegründerin des Ateliers, Marie-Thérèse Vacossin, und weiteren Mitstreiter*innen in der hauseigenen Druckwerkstatt für Serigrafie. Die Sammlung, die 2014 als Schenkung ans Kunsthaus Grenchen gelangte und nun zum ersten Mal ausgestellt wird, schöpft aus einem eindrucksvollen Reservoir von national und international etablierten Positionen. Diesem Facettenreichtum der Kunstrichtung geht das Kunsthaus Grenchen auch im zweiten Teil der Sammlungspräsentation.