Vorschau

Jahresprogramm 2026

29. März 2026 - 28. Februar 2027

Annatina Graf: insideout

29. März - 05. Juli 2026
Schreiende Frauen, weinende Männer. Individuen, die ihre Gesichter verbergen. Auf Pappe festgehaltene Portraits obdachloser Personen. Die Solothurner Künstlerin Annatina Graf setzt sich in ihrem Schaffen immer wieder mit dem facettenreichen Spektrum des menschlichen Lebens auseinander. Dazu gehören künstlerische Überlegungen zum sozialen Status genauso wie das Hinterfragen von tradierten Rollenbildern. Die grosse Präsenz der Werke ergibt sich durch eine über Format und Malstil erreichte Nähe und Identifikation mit den gezeigten Personen. Wir können fast nicht umhin, ihre im Bild festgehaltene Emotion mitzufühlen.

Das Kunsthaus Grenchen zeigt die erste umfassende Museumsausstellung der Künstlerin seit über 10 Jahren. Zur Ausstellung erscheint im Verlag editionclandestin, Biel eine Publikation.

Ans Licht - Einblick in die Sammlung des Kunsthauses Grenchen

29. März 2026 - 28. Februar 2027
Was haben die Stierkämpfer von Francisco de Goya und ein Goethe-Siebdruck von Andy Warhol gemeinsam? Beide sind in unserer Sammlung zu finden! Im Jahr 2026 wird zum ersten Mal in der Villa Girard, wo das Kunsthaus Grenchen 1984 eröffnet wurde, eine Sammlungsausstellung über ein ganzes Jahr präsentiert. Dahinter steht die Idee, einen Teil unserer stetig wachsenden Bestände den Menschen für längere Zeit am Stück zugänglich zu machen. Im Querschnitt durch über 40 Jahre Sammlungstätigkeit zeigen sich ein reicher Fundus aus der internationalen Druckgraphik sowie ausgewählte Gemälde und Skulpturen. Sie alle kommen für eine längere Zeit ans Licht und vor die Augen der Öffentlichkeit. À propos Licht. Diesem schwer fassbaren Motiv wird auch inhaltlich nachgespürt: Wie haben die Kunstschaffenden dessen Flüchtigkeit auf Papier gebannt?

IMPRESSION 2026

23. August - 15. November 2026
Und wieder sind zwei Jahre vergangen! Im biennal stattfindenden Ausstellungsprojekt IMPRESSION dreht sich alles um die Druckgraphik. Schweizer Kunstschaffende, die in diesem Medium arbeiten, sind willkommen, sich auf eine Teilnahme an der Ausstellung zu bewerben. Die Idee entstand ergänzend zur Grenchner Triennale und wurde 2008, mit der Errichtung unseres Neubaus, lanciert. 2026 wird die 12. Ausgabe der renommierten Schau gezeigt. Wie immer entscheidet eine externe Fachjury über die ausgewählten Werke. Und es sind auch in der kommenden Ausgabe wieder spannende Grenzverschiebungen unserer Vorstellungen von Druckgraphik zu erwarten. Diese verblüfft in ihrem Status zwischen maschineller Produktion und kompositorischer Bildleistung immer wieder mit Unerwartetem.

20m2 – Fenster ist Atelier von Eli Equagoo

23. August - 15. November 2026
Eli Equagoo (*2000) lebt und arbeitet in Solothurn. Seine künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Malerei, Multimedia und Installation und entsteht sowohl in kollektiven als auch in individuellen Arbeitsprozessen. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit Erinnerungen, persönlichen Erfahrungen und vergangenen Erlebnissen. Wiederkehrende Themen seiner Arbeit sind der koloniale Kontext sowie die Lebenswelten seiner Vorfahren in Bezug auf seine zweite Heimat Togo. Equagoo sucht nach Wegen, Realität und Identität immer wieder neu zu hinterfragen und zu gestalten. Früh von seinem Vater, dem Künstler Joel Equagoo, inspiriert, entwickelt er heute seine eigenständige künstlerische Sprache weiter. In den Jahren 2023 und 2024 wurden seine Werke an den Kantonalen Jahresausstellungen in Solothurn und Olten präsentiert.

In der Ausstellungsreihe «20m2 – Fenster ins Atelier von …» bietet das Kunsthaus Grenchen jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn eine Plattform zum Zeigen ihrer Werke im musealen Rahmen. Die Ausstellungen sind jeweils parallel zu den anderen Präsentationen im Marti-Schenk-Kabinett der Villa Girard zu sehen.

Andriu Deplazes: Bilder und Skulpturen

06. Dezember 2026 - 28. Februar 2027
Es ist eine sonderbare Welt, die uns Andriu Deplazes Bild für Bild zeigt. Farbenfroh, und doch gespenstisch. Von Figuren bevölkert, und doch von einer unergründlichen Einsamkeit. Der Künstler setzt die Natur ins Bild und es erreicht uns doch eine fast artifizielle Schönheit. Zwischen Referenzen an die Kunstgeschichte bei stets eigener Bildgestaltung und einem ständigen Dialog mit der gemalten Welt entfaltet sich das Werk des in Marseille lebenden Schweizer Künstlers. Auf den 300m2 des Neubaus wird eine umfassende und repräsentative Schau eingerichtet, die das Werk des Künstlers als herausragende Stimme in der zeitgenössischen Malerei festigt.